Kunst & Kultur

Das sicher bekannteste der 4 Museums in Echternach ist das Abteimuseum, wo Faksimiles der schönsten Manuskripte zu sehen sind, die von den Benediktinermönchen in der Abtei angefertigt wurden. Direkt nebendran, in der Basilika, kann man sich im  Dokumentationszentrum über die weltberühmte Echternacher Springprozession informieren, die seit 2010 zum Immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Einige Minuten zu Fuß entfernt liegt das Museum der Vorgeschichte, auch  Hihof, genannt. Am Echternacher See ist die 1975 freigelegte Römervilla mit einem kleinen Museum über das Leben der Römer zu sehen.

springprozession

St.Willibrord und die Springprozession

Die Geburtsstunde der Stadt Echternach schlägt nach Meinung der Historiker im Jahre 698. In diesem Jahr kommt ein iro-schottischer Mönch namens Willibrord, inzwischen Erzbischof von Utrecht in unsere Gegend und erhält als Schenkung von Irmina, einer Aebtissin aus Trier ein Landgut am Ufer der Sauer. Dies erlaubt Willibrord eine kleine Kirche zu bauen und später eine Abtei die zu einem bedeutenden geistigen und kulturellen Zentrum im Laufe der Jahrhunderte werden sollte.

Nach dem Tode Willibrords im Jahre 739 und der Beisetzung in der Krypta, kamen die Pilger in Strömen zu seinem Grabe um von dem Toten Heilung von verschiedenen Krankheiten zu erbitten. Diese Verehrung zeigte sich u.a. in Form einer Prozession genannt „ die springenden Heiligen“. Das erste Dokument das mit Sicherheit darüber Auskunft gibt geht auf des Ende des 15. Jahrhundert zurück.

Diese weltweit einmalige religiöse Veranstaltung, genannt Springprozession findet auch heute noch jährlich am Pfingstdienstag statt. Tausende von Springern in Fünferreihen, in etwa 50 Gruppen aufgeteilt, „ tanzen“ zu den Klängen und Rhytmen von ebenso vielen Musikgruppen nach einer alten Polkaweise durch die Stadt zum Grabe des Heiligen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite

www.willibrord.lu

 

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