Natur- & Geopark Mëllerdall

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Die Geschichte des Natur- & Geopark Mëllerdall beginnt vor rund 245 Mio. Jahren in einem Meer. Unzählige Sandkörner und andere Partikel lagerten sich ab und verfestigten sich zu Stein. Das Meer verschwand und Flüsse formten die heute so beeindruckende Felsenlandschaft des Natur- & Geopark Mëllerdall.

Auf diesem herausragenden geologischen Erbe entstand ein vielfältiges und wertvolles Natur- und Kulturerbe. Die Aufgabe des Natur- & Geopark Mëllerdall ist es, dieses Erbe zu bewahren und die Region nachhaltig zu entwickeln. Im Zentrum des Handelns steht dabei immer der Mensch.

Echternach liegt inmitten des Natur- & Geoparks, zahlreiche Betriebe in der Stadt sind als Natur- & Geopark-Partner ausgezeichnet.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.naturpark-mellerdall.lu

GEOLOGISCHE HIGHLIGHTS

Felsformation "Wollefsschlucht"

Eines der spektakulärsten Naturdenkmäler der Kleinen Luxemburger Schweiz ist die „Wollefsschlucht“ – Wolfsschlucht – bei Echternach. An den bis zu 50 Meter aufragenden Felswänden sind die Struktur und die Schichtung des Luxemburger Sandstein sehr gut zu erkennen. Die gewaltige Schlucht ist entstanden, als sich Blöcke aus Luxemburger Sandstein entlang von talparallelen Klüften vom Sandsteinplateau abtrennten. Die unter dem Sandstein befindliche tonhaltige Mergelschicht staut das eindringende Wasser und führt dazu, dass die Sandsteinblöcke ins Tal rutschten und dabei gekippt wurden.

Am Eingang der Schlucht erhebt sich die sogenannte „Nadel der Kleopatra“, eine hohe obeliskähnliche Felsnadel. Ihren charakteristischen Namen erhielt die Schlucht erst 1881 durch einen Trierer Ausflügler, früher wurde sie als „Teufelsscharte“ – „Däiwelsschoart“ im Echternacher Dialekt – bezeichnet. In der Schlucht soll ein Schatz versteckt sein, und eine alte Legende besagt, dass dieser von einem schwarzen Hund mit funkelnden Augen bewacht wird. Der Hund ist jedoch ein verwunschener Graf, der seine Seele dem Teufel verschrieben haben soll, um noch mehr Gold und Silber zu besitzen, sodass er in einen Hund verwandelt wurde. Wenn ein Kind einen Rosenkranz in die Spalte wirft, kann es nicht nur den Grafen erlösen, sondern bekommt auch den Schatz. Zwei Echternacher Jungen, die von der Legende wussten, sahen die Kiste sogar durch die Felsspalte, hatten aber keinen geweihten Rosenkranz dabei. Sie eilten nach Hause, um einen zu holen, doch bei ihrer Rückkehr war alles verschwunden.

Die Wollefsschlucht wird von der Route 2 des Mullerthal Trails durchquert. Der Weg ist zugleich auch lokaler Wanderweg E1, Auto-pédestre, Nationaler Wanderweg „Maurice Cosyn Pfad“, Eifel-Ardennen-Pfad und NaturWanderPark delux Tour „Felsenweg 1“.

Allgemeine Informationen

Felsformation "Wollefsschlucht"

CR 364
L-6460 Echternach
T : +352 72 04 57 1
F : +352 72 75 24
E :
W : http://www.mullerthal.lu
Siehe auf der Karte


Umlaufberg "Thoull"

Bis in die letzte Eiszeit vor etwa 25.000 Jahren floss die Sauer in einem großen Bogen, einem Mäander, um den Hügel namens Thoull herum. Die Sauer grub sich immer tiefer in das Gestein, und irgendwann kam es zu einem Durchbruch des Mäanders an seiner schmalsten Stelle, dem Hals. Dadurch verkürzte die Sauer ihren Lauf, die ehemalige Flussschleife verlandete. Dolomit bildet den Untergrund im Westen des Thoull, das Tal ist hier besonders schmal. Im Osten herrscht der schnellerverwitternde Mergel vor, eine Mischung aus Tonmineralen und Kalk oder Dolomit, das Tal ist hier viel breiter. Auf dem Thoull sind Flussterrassen ausgebildet, die an den runden Kiesen zu erkennen sind und zeigen, dass sich die Sauer einst auf einem viel höheren Niveau befand und sich in das Gestein im Untergrund eingegraben hat.
Von der Zeit der Römer bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde im Südwesten des Thoull die Mineralquelle „Kefferbur“ genutzt, deren schwefelhaltiges Wasser die Gesundheit fördern soll. Die unterschiedlichen geologischen Schichten wurden außerdem zur Gewinnung von Bausteinen verwendet.
Der Thoull kann über den 6,3 km langen lokalen Rundwanderweg E5 erwandert werden, der auch am Echternacher See entlangführt. Parkplätze befinden sich am See.

Allgemeine Informationen

Umlaufberg "Thoull"

Rue du Gibraltar
L-6441 Echternach
T : +352 72 04 57 1
F : +352 72 75 24
E :
W : http://www.mullerthal.lu
Siehe auf der Karte